Alpenblög

Swiss Music Award 2014

März 9th, 2014 | Allgemein |

Tja, was war denn das nun ganz genau?

Irgendwie erschienen mir die SMA’s, Ausgabe 2014, als etwas gar bemüht lustig, vor allem im ‚side program’, ansonsten vor allem als etwas langweilig, was auch die Live-Acts betraf, und ganz generell als Veranstaltung ohne wirkliche Höhepunkte, weshalb ich mir hier auch etwas schwer tue, einen vernünftigen Einstieg zu finden.

Denn selbst DJ Antoine konnte dieses Jahr keinen Glanzpunkt setzen, auch wenn sein, diesmal aber eben nur in schwarz gehaltener, Anzug ganz schön funkelte.

Dafür war, wie schon vorher erwähnt, der Einstieg mit den paar „roter Teppich“ – Einspielern, und dem „Hallo-Stadion“ (wow, ist das ein Bringer!)-Interview ein gefundenes Fressen für erste Lästereien und den ersten „meine Nerven“ Gedanke. Wie unsere beiden Jungmoderatoren-Paare einerseits ein aufregend „dümmliches“ Interview mit ‚Bligg’, DJ Antoine’ und ‚Steff la Cheffe’ führen konnten, und andererseits auf dem, dem Anlass entsprechend, roten Teppich auftraten war na ja: „sehr kleines Kino“! Anna Rossinelli „stolperte“ als erste über den Perser in rot, die allseits beliebten und genauso langweiligen ‚77 Bombay Street’ durften hinterher stolpern und nichtssagend aus dem Bild purzeln, während unsere ‚SSDSDSSWEMUGABRTLAD’ (man korrigiere mich, wenn es nicht stimmt!)-Gewinnerin sogar ihren freien Abend opferte um bei den SMA’s 2014 dabei zu sein, obwohl auch das den Anlass nicht wirklich zu einem echten „Event“ erhob.

Und was war da noch?

Neben den allseits erwarteten, aber damit nicht unbedingt richtigen, Gewinnern, wie Bastian Baker, Bligg und Yokko, durften dann auch noch Luca Hänni, für die aufregendste Abendgarderobe, Eluveitie, für die beste Live-Performance, übrigens: ein wirklich fast schon „grosser“ Schritt für die Schweiz, und Mr. DaNos, mit goldenen Sportsneakern, einen Stein mit nach Hause nehmen. Die aufgesetzte und ach so mitreissende und publikumsnahe Preisübergabe an ‚Bligg’ im, natürlich ausverkauften, Volkshaus, traf genau in die Eingeweide und hinterliess, mit den ausführlichen Aufzählungen aller an ‚Bligg’s neuem Epos und Erfolgsalbum beteiligten Menschen, einen der Lustlosigkeit nahen Zuschauer in die „Warteschlaufe“ bis zum nächsten Höhepunkt!

‚Sunrise Avenue’ – neben einigen weiteren ausländischen Showacts, deren Namen mir aber weitgehend schon wieder entfallen sind – waren zwar noch nie meine Lieblingsband, sind aber immerhin sympathisch, unprätentiös und in keiner Art und Weise anbiedernd, was unsere „Stars“ als „the way to be“ leider noch nicht begriffen haben, und verdienen damit meinen höchsten Respekt!

Aber die noch „geileren Sieche“ waren, und damit noch mehr Respekt verdiente sich, wie meistens, wenn sie sich überhaupt „bliggen“ lassen (auch ich hab meinen Bringer!), unser aller „Züri West“, inkl. Beteiligte bei Ankündigung, Laudatio und kleiner Ehrung. Fredy Bickel, als Zürcher eigentlich eher ungeeignet für diesen Job, gab sein bestes im Vorfeld, Reeto von Gunten tat, meiner Meinung nach  als Einziger in höchst professioneller und überzeugender Art, das Notwendige, um diese Sendung nicht vollends „den Bach ab zu schicken“, und präsentierte uns in einer eloquenten, sprachlich gewandten und höchst amüsanten Laudatio die wohl einzigen und wirklichen Popstars des Landes: ‚Züri West’!Dass Kuno im Anschluss mit einer an Kürze und inhaltlich an Stringenz kaum zu überbietenden Dankesrede dem Vorredner in nichts nachstand, erhob diesen Augenblick, inkl. des nachfolgenden kleinen YB/Steff la Cheffe-Gesangs-Intermezzos, zum Höhepunkt des Abends, welchen wir hiermit den Beteiligten ehrfurchtsvoll verdanken, Merci!

Tja, und das war’s ja dann eigentlich schon fast, ausser dass ‚Bligg’ nochmals einen Stein bekam, wir noch ‚Gotthard’ ertragen mussten und das Feuerwerk das Dach des „Hallo-Stadions“ (Schenkelklopfer!!!) etwas angesengt hat.

Deshalb bleibt mir eigentlich nichts mehr ausser: Danke zu sagen für einen mässig spannenden Fernsehabend, eine in keiner Weise innovative oder aufregende Preisvergabe und viel unnötiges „BlahBlah“! Aber seien wir ehrlich: haben wir was anderes erwartet?

Aber halt, eins noch zum Abschluss: Wie es kam, dass Bastian Baker, Dominique Rinderknecht, Luca Hänni und Steff la Cheffe ein und demselben Coiffeur vertrauten, wird mir noch lange ein Rätsel bleiben!

Vielleicht hält uns ja wenigstens diese Frage bei der Stange bis zum nächsten Jahr?!

In diesem Sinne Danke und bis bald

Euer Alpenblög-ler



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